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Man könnte zum Beispiel auch auf die Technik der Guten vertrauen und dass die lahmen Typen von Zensursula und Magenta die Sache nicht in den Griff bekommen. Spätestens am Wahltag ist die Sache erledigt. Da hat es sich ausgestopschildert. Bin ich zu politisch? Bin ich zu naiv? Sagts ruhig.

Man wird so unzornig mit dem Alter. Man vertraut auf das Wird-schon. Und das ist gut so. Und das ist nicht gut. Beides stimmt. Man sollte sich nicht auf seine revolutionierenden Nachbarn verlassen und dass der Typ mit dem Che-Shirt was reisst oder die geschwätzige WG, die sich solidarisch gibt mit den Knackern vom Parterre und den Armen und den Schleppscheissigen. Das machen die mit dem Geld ihrer in den Banken und Stahlkonzernen dirigierenden Vätern, die ihrerseits von Freiheit träumen, was für die eine Fahrt mit der Harley die Route 66 runter ist. Freiheit im Sinne von Wolfgang Fierek, der sich das zur Lebensaufgabe gemacht hat von Freiheit zu verkünden. Wie bayrisch bratzt, was Freiheit ist. Eine Lederjacke und dann vorbei an leeren Ölfässern und Nazis mit langen Bärten. Das ist also Freiheit. Die ja alle immer so gerne haben. Früher mal dachte ich Anarchie wär was okayes, dann hatte ich einen faible für Räte, schießlich für Trotzki und dann zu den unseligen Zeiten des Rudolf Scharpings bin ich innerlich gewichen von der SPD und den Jusos, mit denen ich mehr Apfelsaft mit Schnaps gesoffen habe, als man so verträgt. Salonagitprop. Einmal, im Jahre 1990 für ungefähr 11 Tage, dachte ich, dass mir die Konservativen was bringen könnten, bis ich erwachte. Ich wollte gar keine Freiheit, der Gedanke an Freiheit war immer konstruiert oder politisch oder beides, weil ich immer frei war. Ja, werden die Zen-Biuddhisten rufen, das denkst auch nur du. Und jetzt in den eigenartigen unausgegorenen Zeiten des Mannes im Rollstuhl und der Frau mit den sieben Kindern, da kratze ich mir am Bart. Ist mir jetzt alles egal, bin ich zu nachlässig? Müsste mich die Wut packen? Ist Stasi 2.0 auf seine Website kritzeln wirklich eine Aktion mit Substanz? Da demonstriert man sich doch gegenseitig im Clubhaus die Haltung vor. Wie so oft. Mir kommen die Aktivitäten der Ursula von der Layen und ihren Schergen höchst rätselhaft vor. JA, und es hört sich krass dumm und unüberlegt an und man könnte meinen, als müsse man da panisch ausflippen. Es hat aber nicht den Anschein, als habe sich die Frau mit den sieben Kindern mit der Problematik wirklich befasst. Es ist, als säßen "die da oben" an einem ewigen Stammtisch und handeln nach Laune und ohne jeglichen Sachverstand. Das ist bedenklich, aber das sagt mir auch, dass ein Denken und Handeln analog zu diesen Menschen gar nicht mehr möglich ist. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass mich die Handlungsstränge dieser Menschen irgendwie berühren oder einschränken. Denn: man handelt in seiner Zelle, Bundespolitik hat ihre Wirkung nur als Strapaze für die Sinne, wenn man sich darauf einlässt, aber irgendwie wird man da mit fertig. Ich frage gar nicht vorwurfsvoll, was die Römer für uns getan haben, ich weiss, dass sie uns die Abwasserkanäle, das saubere Trinkwasser, die Lärmschutzwände, Sushi und ein gerüttelt Maß an Sicherheit auf der Gasse ermöglicht haben. Aber auch nur, weil das die Bürger mittragen, weil sie einsehen, dass man sich dafür in jeweiliger Weise engagieren muss. Jegliche Absurditäten wie Internetsperren, werden aber, so glaubedenkehoffe ich verblassen und nutzlos dümpelnd ihren Platz in der Geschichte finden. Man muss sich auf die Zellen konzentrieren, auf die Familein, Follower, Freunde und Clubkameraden. Es zählt der Menschen-, der Sachverstand und der kategorische Imperativ. Das Internet und die Freiheit machen, davon bin ich überzeugt, was sie wollen. PFEIFEN IM WALDE.

 

APR
29
Knipsinger

Ich sitz seit Tagen rum und frage mich, ob ich angesichts Zensursula und Schweinegrippe einen banalen, selbstreferenziellen Blogeintrag verfassen darf oder nicht. Darf ist das neue soll. Ich ringe. Ich kann mir doch nicht untreu werden.

 

APR
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APR
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APR
24

Hab ich neulich zu @kcpr gesagt: "Hey @kcpr", hab ich gesagt, "weil mir ja gar nichts einfällt, was man in dieses Blo Internetreinschreibsystem reinschreiben könnte, müssen wir uns jetzt gegenseitig befruchten." "Igitt", hat da der @kcpr gesagt und ich so: "Nicht was du denkst. wir müssen uns Themen fürs Internetreinschreibsystem des jeweilig anderen ausdenken." Aber das hat den @kcpr nicht weiter interessiert, denn er sagte nur "Ajoo!" und dass er gleich vom Bürgermeister einer südhessischen Gemeinde angerufen würde. Da war mir klar, das muss ich alleine tun, ich muss wie ein Regenwurm sein und durch die baren Umstände meiner verkorksten Existenz wurde mir um 3:27 Uhr das Thema Schlaflosigkeit auf dem Tablett der Ironie serviert. Ich begriff sofort. So sitze ich also nachts im Bette, wenn ich Glück habe, läuft gerade etwas über fernes Aden in der TV-Gerätschaft oder aber der Sender VH1-Classic bringt was aus der Reihe We are the 80s. Ich bin mir gar nicht sicher, ob es diese Sendung überhaupt gibt. Die Finnin schläft auf jeden Fall tief und fest und lässt sich weder durch mein Geklimper in der Küche beim Zubereiten eines Rühreies, noch durch das aufgeregte Tanzen meiner Fingerkuppen auf der Tastatur meines Klappcomputergerätes aus dem Schlafe reißen. Auch nicht durch Edith Piaf, wie ich gerade merke. Das hätte ich zum Beispiel nicht gedacht. Früher, so 1979-1981 hätte man es originell gefunden, knacken statt schlafen zu sagen. "Ich geh knacken", hätte man gesagt. Die Finnin knackt also tief und fest und ich bin wach, auch tief und fest. Dazu plagt mich der Schmerz in diversen Körperteilen. Es rauscht. Mein Kopf ist leicht taub. Die Füße brennen. Das Kaninchen schabt im Stroh, Georg Stefan Troller tippt mit jeweils dem Mittelfinger seiner beiden Hände auf einer uralten Schreibmaschine herum. Diese Technikverweigerer werden es nie zur digitalen Bohème bringen. So viel steht fest. Ich überlege seit einigen Stunden, ob ich wohl ein paar marokkanische Oliven essen sollte. Das Rührei von eben würde ich mir am liebsten mittels eines Gänsefederkiels aus dem Leib kitzeln. So sitze ich hier. Ich sitze ja auch hier, weil es mich ein wenig gruselt, dass wir in ca. 3 Wochen weg aus Buljan Sankorask hin an den Fuß des laburischen Quarzes ziehen. Eine Wohnung am Fuße des laburischen Quarzes ist ein begehrtes Wohnobjekt. Die Finnin sagt: "Die Tapete im Treppenhaus macht mir Angst und dass Schleichen im Garten herumschleichen könnten, irritiert mich und die Pollen der Birken und die braunen Fliesen im Bädchen und - ach und oh weh - das neue Unbekannte macht mich kirre." Da sage ich: "Ach Finnin, das ist ja alles ganz und gar eine Ausgeburt deines traditionsverliebten Geistes. Neues ist die Lösung all unserer Probleme. Es wird wunderbar und wir werden jauchzen vor Glücklichkeit" Und so sitze ich hier also und denke nach, ob es das Richtige gewesen ist und ich trinke Mineralwasser. Das Kaninchen hat aufgehört zu scharren. Manchmal habe ich das Gefühl, das Bett ist nur 1,50m lang. Gerade jetzt auch. Im Fernsehen fährt indes ein Marokkaner einen Skiabhang in Albertville hinunter. Röstbrot, denke ich. Wir haben ja alle Möglichkeiten. Vielleicht wohnen wir ja wirklich in 3-4 Wochen in einer Wohnung am Fuße des laburischen Quarzes. Das wäre doch toll! Sie brauchen übrigens nicht nach dem laburischen Quarz zu googlen, den habe ich erfunden. Wie so vieles.

 

APR
23
Aktion Sorgenpopind

Ja ich, ich bin ein Sorgenpopind und die anderen beiden auch, einer davon sogar ganz extrem total krass voll rohr so boahmäßig hältsteimkopfnittaus. Fragt sich nur welcher. Heute koofen wir eine neue Waschmaschine und das dürfte nicht das aufregenste gewesen sein.

 

APR
22
32 Tweets

 

APR
21

Lieblichen Dank für die bloße Erwähnung zur Aktion "Ein Herz für Blogs" Ihr Knuddels.

Don Dahlmann: http://www.dondahlmann.de

To01: http://to01.de

Drikkes: http://drikkes.wordpress.com

Blogpuppe: http://blogpuppe.wordpress.com

 

 

APR
21
Innen hohl

Weil ich ja innen hohl bin, fehlt mir irgendwie... na Sie wissen schon. Ach und schlecht geschlafen hab ich auch noch und zu einer Art Schwangerschaftsübelkeit hab ichs auch noch gebracht. Doch all das kann mich nicht brechen, denn der Himmel ist blau wie die Sau. Hallo?!

 

APR
21

Ein bißchen ist es ja wie in Abrahams Schoß, dieses Internet. Da finden Lieblichkeiten statt und es gibt die große Liebe. Damit das ein bißchen für immer so bleibt, hat der Stylespion zu einer herzlichen Aktion aufgerufen. Brauchte ich nicht lange nachzudenlen. Mein Herz schlägt hierfür:

Wollbindung
Das Leben mal ohne lässig sein zu müssen, nur einfach so für sich sein und dann Gruppen gründen die stricken und eine Seele haben. Das ist wohl die Idee und das ist manchmal reichlich uncool. Und so schafft es das Blog in die Herzen. Außerdem ist es mir einer Herzensangelegenheit.

Hightatras
Was gäbe ich, wenn die Welt sich insgesamt so ausdrückte, wie es dieser gute Herr kann. Manchmal ergibt sich Sinn durch die reine Wortästhetik und wenn dann auch noch eine tiefe Seele spricht, dann ist das Gospel. Irgendwer ist einfach immer der Beste.

Taubenvergrämer
Wie es wirklich ist, weiss man nur, wenn sich irgendwann der Schalter umlegt und dann Rauschen folgt. Wenn die Gnade des Verstandverlustes die Seele heim holt. So weit gehen muss man aber nicht, denn wenn man mal tief, z.B. in sich selbst, reinschaut, und Scheitern feststellt, dann ist das ein guter Anfang. Das Empfinden von Wohltat angesichts des eigenen Scheiterns ist eine gute Alternative zum Rauschen, weil dann die Verwandtschaft nicht so leidet. Wenn Sie verstehen, was ich meine.

Lovely Package
Du kannst über Dich reden oder über die (gähn) politischen Umstände, von denen Du denkst, dass Du sie begriffen hast (Hahaha) oder Du bist so banal und setzt auf Verzückung und auf die optischen Reize. Verpackungen sind das Geschenkpapier des Kapitalismus. Man muss es ablehnen, weil es zum großen Teil von Dingen spricht, die der Inhalt nicht halten kann. Und doch ist das ein Teil der ganz großen Kunst. Fallen Sie nicht rein, aber schauen Sie genau hin.

About a riot in 36 ♥
Wer hat schon Stil? Braucht man nicht mehr als Haben. Also sparen wir uns das. So siehst du aus. Wir brauchen Stil. Menschen mit welchem. Habe schon erwähnt, dass das hier deutlich vorhanden ist. In jenem kleinen Tumblr-Blog. Schon das System spricht mit mir. Es ist nämlich so: das Abbilden von Abbildungen kann jeder. Das originelle Abbilden derselben findet schon in dünner Luft statt und wenn doch alles stimmt, so tritt Sättigkeit zu Tage. Mir kommt es so vor, als macht die Klein das hier anders. Weil da noch ganz viel Größe ist? Vielleicht ist das so.


P.S.:
Fooligan
Da ist es mir doch noch in letzter Minute eingefallen... der @freval und sein Blog. Was mit Fußball und Herz und weit weg von Kicker und Beckmännischer Fußballtonalität. Leider hat er grad nicht mehr so die Böcke. aber vielleicht kommt das ja wieder und zwar in ganz großen Stil.

 

APR
21

Ach bitte mal ein Klick auf diese Dame und dann ein Blick auf dieses Blöggchen mit seinem zauberhaften Eintrag.

Bitte / Danke :)

 

APR
20

Eigentlich wollte ich ja was über das gestrige AAA schreiben. Ein bißchen Ärger ablassen, Hohn und Spott auskippen, mich aufregen, aber dann dachte ich, interessiert die Typen, die das veranlassen, doch eh nicht. Die sind doch mit sich selbst, ihren SuVs und ihren Postkärtchen beschäftigt. Da dachte ich, wennste jetzt was schreibst, heißts doch gleich wieder, ey der ist doch eh nur beleidigt. Aber warum um alles in der Welt soll ich denn beleidigt sein? Ihr müsst doch mal selbstkritisch sein, das Event findet doch nur in Euren Köpfen statt, die Leut wissen doch gar nichts davon und die Stadt schert sich einen Scheiß. Wie immer. Die Stadt ist so traurig planlos und ohne wirksames Engagement, das erzeugt Depressionen. Wie konnte es die Stadt denn nur bis hier hin schaffen? Die müsste doch längst zwischendurch verreckt sein, die Stadt. Ich meine, haben Sie schon mal in dieser Stadt gelebt? Das kann man sich sonst kaum vorstellen. Wenn die Stadt nicht den Wald und den Historismus hätte, dann könnte man sie wegwerfen. Aber ich reg mich nicht mehr auf. Ich bin so o_O mit der Stadt. Ach naja, es ist ja auch nicht alles schlecht mit der Stadt. Die Wiesen, die Häuschen, der Wald, die Quellen und natürlich die größte Kuckucksuhr der Welt. Und der Metzger in der Yorckstraße, naja und unser Büro und das Magazin. Hätten wir an all dem was ändern können. Hätte ich die Hand reichen sollen? Was fragst Du mich das? Ich reiche und reiche, doch man ziert sich noch nicht mal. Die Stadt schaut weg und verblutet langsam.

Du musst, sage ich mir, das eigene Leben wieder entdecken, ganz ohne Stadt und dann bleiben in diesem Brei an Unkultur und Semiprotz. Weil hier die Freunde leben, also nicht so tolle, originelle Kunsttypen, sondern welche die rackern, die mich nicht verstehen, die kurz vorm Abgrund aus ich-könnte-ich-machs-aber-nicht stehen und heulen, die Desillusionierten und Pampigen, die Säufer und Einsamen, Umzugshelfer, Kollegen, Hackfleischköche, halt Freunde. Also bleib ich noch ein bißchen, so halb, so halb und dann doch in die Großstadt, wenn keiner kukkt. Aber erstmal wieder Gejammer ins Internetreinschreibsystem reinschreiben. Wo kommt das bloß her, dass man immer wieder so ist, wie man ist?

 

APR
18
25 Tweets

 

APR
17
Der Mantel des Schweigers

Unter allen Kommentaren zu diesem Insinternetreinschreibsystemeintrag verlosen wir ein Ajoo-Shirt in orange / größe L oder M. (An alle XS- oder S-Girls: das T-Shirt könnt Ihr auch prima an Euren Macker weiterverschenken). Hier ein Link zum Ankukken und auch kaufen: http://twiturl.de/ajoo

Einfach in den Kommentar schreiben, was Ihr Euch bei all dem gedacht habt.

Wir benachrichtigen den Gewinner oder die Gewinnerin morgen (18. April 2009)
per Mail.

 

APR
16
Elvis auf Hawaii

Meine Arbeitskameraden werden sich sicher freuen, mal abgesehen von einem, der sich ja nicht mehr freut, denn ich sehe heute exakt so aus wie Elvis auf Hawaii und ich bin druff wie Elvis auf Extasy. Was will man mehr?!

 

APR
16

Über Twitter schreiben ist ja jetzt total in. Ich hab auch schon öfter. Und ach, es erfreut mich ja auch. Das ist ja grad so die Sache. Als wärs nahtlos ins Leben übergegangen. Diese Leute, diese Orte, die Informationspolitik, der Sachwitz und schließlich kam die Idee teilzeitig nach Berlin zu ziehen. So. Das mach mal, anderes soz. Netzwerk. Das will ich sehen. Das haste nämlich nicht drauf. Und im Büro da reden sie schon auch von Wirtschaftskrise. Ich hab das ja verboten, aber ich musste unserer neuen Kollegin doch die Firma und die Zustände erklären. "Jasmin" habe ich da gesagt, "Jasmin, pass auf, ich erklärs Dir jetzt mal ganz genau. Das hier sind die Toiletten. Eine Badewanne haben wir auch. Dienstags kommt die Biokiste und das ist Dein Arbeitsplatz." Da hat die Jasmin so komisch gekukkt und ich dachte, oh, das ist schon wieder alles zuviel. Ich rede auch immer so unglaublich viel in solchen Momenten. Will alles erklären, ein Erklärbär sein will ich nicht, bin ich aber. Und dann ist es mir rausgerutscht. Wirtschaftskrise. Und alle haben o_O gemacht. Wobei ich ja finde, das o_O so aussieht wie Donald Duck, als er Gustav Gans eine fingierte Schatzkarte hat zukommen lassen. Da hat sich Gustav Gans natürlich gleich auf den Weg gemacht um den vermeindlichen Schatz zu bergen. Und dann saß Donald Duck eines nachts am Küchentisch, kann nicht schlafen, aß ein Sandwich und machte sich Gedanken darüber, dass Gustav Gans zu Schaden kommen könnte und dann kukkt er halt so... also das Bild kennt doch wirklich jeder. You know what i mean? Natürlich, nee is schon klar. So in Bildern zu denken, ist nicht jedermanns Sache. Aber der @kcpr sagt immer, nee, das o_O ist was anderes, das ist so, wenn man… und dann zieht er eine Augenbraue hoch und macht ein Auge groß, während das andere klein bleibt und ich denk so, das kanns ja wohl nicht sein. Da hätte ich ja jahrzehntelang die Leute irrtiert, weil, wenn ich gedacht habe ich kukk mit gebrochenem Blick, so konsterniert und nachdenklich und die anderen sehen da aber einen skeptischen, grimmigen Typen in mir, ja wie sieht denn das aus? Da bringt ja nix. Da kann ichs auch gleich lassen. Das ist so wie mit hh hh h, was ja das hier bedeutet. Aber viele dachten, das wäre so etwas wie har har har har oder hrhrhr. Also wenn ich ein zaghaftes, verlegenes Lachen bringen will, man aber denkt ich lache höhnisch aus, dann ist alles total verloren. Deshalb denken die Leute auch so komisch über mich. Als wär ich ein total krasser Motherfucker, der die Menschen auslacht und verhöhnt. Dabei bin ich voll ocheeso zur Menschheit. Das wissen nur nicht viele und vielleicht ists auch gut so. Da kann man schön den Rallo machen. Darauf fahren die Weiber ja ab. Hoffentlich kommt nie raus, wie ich wirklich bin.

 

APR
15
Hollarödullö

Wo ist eigentlich die Blogpuppe. Muss ick erst weinen? Frage mich an diesem sonnigen Morgen, ob das nicht jeden Tag so weitergehn kann. Aber: Morgen hat die Drecksiphohneapplikation Regen angekündigt. Dagegen werde ich vorgehen.

 

APR
14
Auf zum Atem

Mein Shirt ist albern. So werde ich gewiss keine Ehrfurcht erwecken beim postösterlichen Meeting im Büro. Aber, what shalls. Hauptsache gesund.

 

APR
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39 Tweets

 

APR
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Mir McDoof im Westerwald

Auch so eine Sache, eigentlich öfter mal ganz nett. Kaffee ist gut, hier in der Baumblüte sind wir vergnügt und haben nix zu meckern. McDoof... es gibt döferes.

 

APR
12

Guten Morgen Frühaufsteher. Was habe ich früher gemacht, wenn ich nicht schlafen konnte? Gut hört sich an: ich las ein Buch. Das war wohl auch so. Dann aber kam schon die Phase, da schaltete ich den Fernseher an, war ich doch fernsehsüchtig. Nie hat mich jemand gescholten, ich sei buchsüchtig. Seit 1991 schalte ich den Computer an, seit 2001 ist der sogar rund um die Uhr an und dann starre ich da rein. Da reinstarren, das sagen meine zu tiefst analogen Freunde. "Starrst den ganzen Tag in den Computer". Dabei habe ich gar keinen Computer, ich habe einen Mac. Einen Apple-Computer allenfalls. Naja gut, ich starre also in den Computer. Falls sich jemand fragt, was ich da starre, ich kanns Ihnen sagen: ich bin informationssüchtig. Das war ich auch schon früher. Ich las, weil ich informationssüchtig war, schaute fern aus selbigem Grund und nun starre ich in den Computer, weil ich Informationen erhaschen möchte. Was passiert auf der Welt der bösen Börsen, wer marschiert wo ein, was treibt der Schah von Persien, wie stehts mit der Eintracht aus Frankfurt, was denken Blogger, wer mit wem in Twitter, was könnte man machen aus Hackfleisch und Kohlrabi, wie stehen die Akazien und so weiter und sofort. Gerade ist ein gewisser @tristessedeluxe erwacht. Er schreibt: "Wach geworden. Vielleicht kommt ja was im Fernsehen?" Dann aber veröffentlicht er ein Foto von sich. Das ist nicht hochwissenschaftlichinteressant, das ist so normal interessant, weil es die Welt ist, in der ich lebe. Die Welt in der ich lebe ist nicht nur, wenn ich abends in der Kneipe sitze (ich muss dazu sagen, dass ich nie abends in der Kneipe sitze) oder das mit der Finnin oder wenn Gäste kommen und die Arbeit, all das. Das ist mein Leben, aber das Leben im Internet und mit all den Geistern, das ist auch ein wesentlicher Teil meines Lebens, Oft dekradiere ich dieses Leben und tue so, als ob mich das nicht anficht, als sei das albern und… ich will ja nur mal kukken… ist aber weiter nichts mit "denen". Ich kenn die ja gar nicht. In Wirklichkeit weiß ich über diese Leute mehr, als über meine sogenannten Freunde. Sie offenbaren sich, sie lassen mich wissen, wann sie traurig sind, wann wohl auf und in wie fern übergeschnappt. Das sagen sie nicht in aller Plattheit und so direkt, sie teilen es aus. Es ist diese massive Anwesenheit, die Konkretheit ihres Daseins. Und, nein, ich spinne nicht. Mal sehen, wann die ersten dieser Menschen mir beim Umzug helfen. Das ist nicht mehr fern und dann sind sie die aus dem Internet und dann sind sie nicht wertvoller geworden, nur analog. Vorher las ich ihre Blögge. Ich hatte Böcke. Zum Beispiel diesen hier von Katja Klein. Sie ist auf der anderen Seite @riot36 und wenn ich mir ihren Blog ankukke, dann ist das da näher dran an, als alles Geschwafel und wie man sein will. Ohne Worte quasi, nur mit Bildern. Doch davon konnten Sie sich ja nun selbst überzeugen. Das ist starren ins Internet. Ich kann gut auf die Erzeugnisse aus totem Papier von den Konsorten Spiegel, Zeit, taz, Welt, SZ und Spex verzichten. Man müsste sie nicht auf Papier produzieren um jeden Preis. Die Zeiten sind vorbei. Es ist mir gut im Internet. Nein, es reicht mir nicht, es ist besser als auf Papier. Haptik hin oder her. Ich starre so gern ins Internet und wenn ich dazu ein Lied von James Morrison hören will (und das will ich höchstselten), dann kauf ich mir das bei iTunes und dann hör ich es. Und jetzt könnte ich an dieser Stelle 1.000 Sachen aufzählen und erklärbärig werden, als hätten nicht schon 1.000 andere das an 1.000 Stellen gemacht, aber ich habe mich gut im Griff. Reflektionsvermögen ist noch verhanden und nimmt deutlich zu. Das kommt vom Starren in mein Macbook Pro 2,93 GHz Intel Core 2 Duo-Prozessor, mit 6 MB gemeinsam genutztem L2 Cache, 1066 MHz Frontside-Bus, 4 GB (zwei 2 GB SO-DIMMs) mit 1066 MHz DDR3-SDRAM, zwei SO-DIMM-Steckplätze erweiterbar auf bis zu 8 GB und einem 17 Zoll Monitor der irgendwie glänzt. Es ist 5:37 Uhr und die Finnin starrt in ein ähnliches Gerät. Sie verändert die Tonwerte eines von ihr mit dem Mobiltelefon aufgenommenen Bildes von einem Osterstrauß, das sie in Ihrem Strickblog posten wird. Ich werde mir gleich via Google-Earth eine Wiese aussuchen. Dort werden wir uns dann so gegen 12:05 Uhr lümmeln und in mitten von Fuchsbandwurm und Stechmücken ein Leben in barer Analogie führen. Ohne in den Computer zu starren, aber vielleicht mit einem Blick ins iPhone. Dann wird das voll ocheeso gewesen sein, dann wird das ein "schöner Tag" gewesen sein und wären wir zuhause sitzen geblieben und hätten in unsere Computer gestarrt, hätten wir diese Auszeichnung diesem Tag sicher nicht verliehen, aber wir werden froh sein, wieder in unsere Computer starren zu können ohne lästiges Getier und gleisende Sonne. So wird das sein und ich komm da nicht hin mein Leben blöd zu finden, kann mir mal jemand helfen?

 

APR
9
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APR
8
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APR
06

Da willl ich mal versuchen meine Gedanken zum Event zu sammeln. Also re:publica, das ist die Social-Media-Konferenz in Berlin, die vom 1.-3. April 2009 zum dritten Mal stattfand und von der ich vor einem Jahr bei Twitter laß und mir irgendwie blöd vorkam, dass ich nicht dabei war. Ein Gefühl, was in mir ausgerottet zu sein schien. Dieses "dabei sein müssen" muss ich nicht mehr. Aber da dachte ich, diesmal fahre ich mal hin. Und so packte ich das Kaschperle und die Finnin in meine Westernarzttasche und brach auf nach Berlin. Der Frühling und eine Grippe waren ausgebrochen und so gaben sich Glückseligkeit und Fieberwahnträume die Klinke in die Hand. Ich aß pharmazeutische Erzeugnisse und musste mir 851mal die Nase putzen, 512mal husten, hatte insgesamt 11 Stunden Kopfschmerzen und meine Stimme klang wie ein rostiges Scheunentor. Dafür hatten wir aber eine schöne Wohnung in akuter Hörweite der Zionskirche.

Und die re:publica? Die ging so: Immer wenn ich Johnny Häusler sehe, empfinde große Freude, denn er ist ein prima Entertainer und scheint ein guter Mensch zu sein, dessen schöne Ironie mit sich selbst und der versagenden Technik ein prima Bimmelbähnchen durch mein Zuschauergemüt fährt. Wir saßen in diesem Raumschiff Friedrichstadtpalast. Ganz hinten irgendwie links, je nachdem. Erwartungsgemäß musste ich mich in die Sesselchen quetschen, aber das wusste ich ja bereits, als ich diese Riesenpizza meine Lebens aß. Einige aus Twitter bekannte Menschlichkeiten traten an mir vorüber, ich wollte winken, doch ich tat es nicht, denn ich war zu diesem Zeitpunkt schon 42 Jahre alt.
Endlich saßen fast alle, da betrat eine gewisse Petra Müller die Bühne. Leider konnte ich nur erahnen, was sie mir sagen wollte, was ich aber nur sage, damit man mir keine Ignoranz zu Menschen vorwirft, denn ich konnte es noch nicht mal erahnen. Darauf folgte wieder Johnny Häusler und dann John Kelly. Da waren alle begeistert, ich natürlich nicht, denn was scheren mich die Blögge im Ausland, wenn ich noch nicht mal weiss, was mir die Blogger im Inland sagen wollen. John Kelly war aber okay. Inhaltlich... ach lecken Sie mich doch am Arsch.

Und so ging das weiter. Der größter Blogger aller Zeiten, flötzte sich rüpelig in seinem Sessel und blökte mehrfach durch den Saal, was ihm alles "auf den Sack" geht, andere Superblogger hatten auch was zu meckern, aber letztlich gings jedem, glaube ich, nur um sich selbst. Und sicher ist das auch das ganz große Ding. Denn im Internet, das ja für alle gemacht ist und ein basisdemokratisches Werkzeug sein könnte, vielleicht auch ist, da ist die Freiheit, die man sonst nie hat, so zu sein, wie man will. Mehr als alles andere. Bewertungsmaschinen wie Technorati oder diverse Charts haben aus dieser Idee einen Wettbewerb gemacht, der dieser Sache nicht gut tut und schließlich gings ums Geld. Das ist allerdings der Weg, den alles Zeitliche segnet. Durch die Masse an Teilnehmern, die relativ frei agieren kann, ist eine Steuerung kaum möglich. Deshalb, und da waren wir alle einer Meinung, ist es die Tat, die zählt. Einfach machen, das jeweilige regelt sich von selbst. So ist das Internet und so funktionieren die sozialen Netzwerke. Es entscheidet kein Führer oder eine ausgeklügelte Technik, es entscheidet die Masse oder das Fernbleiben jener. Die zackig runtergerasselten Dos and Donts des Gerrit van Aaken, was man beim Blog- oder Webdesign tun oder lieber lassen sollte, waren mir ein Rätsel. What shalls?! Man sollte den Menschen die Möglichkeit lassen, ihre Erfahrungen zu machen.

Bei Christiane Link vom Blog Behindertenparkplatz ging es um digitale Indentität und was Facebook mit französischer Philosophie verbindet. Da wird schnell klar, dass Gehirn einschalten, soweit vorhanden, immer noch von Vorteil ist. Das ist so in der Welt da draussen und das ist natürlich auch bei allem Handeln und Darstellen von Dingen und sich selbst im Internet. Dieser Umstand wird oft mit großem Erstaunen als Mahnung formuliert. Menschen, die freiweilig bei wer-kennt-wen.de Bilder posten, auf denen sie in ihrem eigenen Erbrochenen das Ende der Party und der Menschwürde verpasst haben, sind bei all diesen Diskussionen ohnehin nie anwesend. Also mahlen die Mühlen nur ihr eigenes Korn. Und, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte, wenn es darum geht, was der Arbeitgeber alles so im Internet lesen könnte. Bei allem Spaß und diversen abstrusen Äußerungen, fällt mir nichts ein, was ich je selbst ins Internet hineingeschrieben habe, das nicht aushaltbar ist und wer mich so nicht will, der soll doch bitte zu dem Typ da drüben gehen und dem das Ohr abkauen. Was das jetzt alles mit der französischen Philosophie zu tun hat, habe ich vergessen.

Und dann habe ich auch schon nichts mehr zu erzählen. Da muss man dabei gewesen sein. Der Rest ist stille Post. Und ich war ja auch noch krank und wir hatten Pflichten. Wenn ich heute, zwei Tage später darüber nachdenke, was geblieben ist, dann ist das in erster Linie die Sonne, die so zauberhaft am Firmament funkelnde und  es ist der staubige Parkplatz, der in hervorragender Entfernung zum Veranstaltungsort das Zuhause unseres dezenten Fahrzeuges war. Und wieder die Sonne. Es war plötzlich Frühling. Da waren alle gut gelaunt. Und so kaufte sich jeder ein Poken und pokte wild durch die Gegend. Eine nette Idee, die natürlich, da wären wir nicht in Deutschland, gleich auch wieder vermiesepetert wurde.
Doch ich möchte kein Klagelied singen. Mir ist die Freundlichkeit der Teilnehmer in Erinnerung geblieben, der gute Geist der Häuslers, die Luft der Kalkscheune, das sitzen auf der Treppe vor dem Friedrichspalastes, dass Nils Bokelberg, man muss es leider sagen, ein guter Entertainer ist, dass Sascha Lobo obwohl er erfolgreich ist (viele können es gar nicht glauben), ein angenehmer unaufdringlicher Zeitgenosse ist, dass die taz einen besseren Kaffee kocht, als die Kaffeeköche des Friedrichstadtpalastes, dass @mspro unwirklich weiche Hände hat, dass die Menschen unser Magazin ganz schön uncool fanden, dass @PickiHH besser englisch spricht als ich, dass ich bisher noch nie einen Twitter-Follower traf, der letztlich dann doch unagenehm war, dass @Katti winzig klein ist, aber sehr freundlich, dass ich mich auf Berlin freue wie ein @HappySchnitzel und vor allem, dass solche Veranstaltungen in erster Linie dazu dienen Menschen zu treffen, die man im Internet kennengelernt hat um sich davon zu überzeugen, dass der echte, analoge Kontakt noch lange weiterleben muss, weil sonst alles nichts ist.

 

APR
5
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APR
04
re:tour

Das andere Schnellrestaurant macht auch ganz okayenen Kaffee. Wir befinden uns auf der A14, @kcpr schläft, @katti senkt den Kopf, die Finnin hat ihr Werkzeug entzwei gebrochen und ich tu so als sei mir langweilig.

 

APR
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Ach ja...

Kaffee gabs heute wieder von der taz. Sehr lecker. Dazu Diskussion mit @Kirscheplotzer, @Kehrseite, @Horax, @Katti und @Wollbindung über Blogs. Voll re:publica-Style. hh hh h

 

APR
03
Der Beweis

Wir so total lustig, Kacper strebt. Find ich toll -beides.

 

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03

 

APR
02
Tazpresso Popesso

Nun ja. Ich saß mit, mir bisher nur aus Twitter bekannten Leuten da und wir tranken Plörre und Club Mate. Wir waren rechte Kotzpoken und so ging die Zeit auch herum und die Menschen strömten in die Veranstaltungen und aus den Veranstaltungen und wieder hinein. Uns wars egal. Draußen gabs derweil köstlichsten Tazpresso.

 

APR
02
Naja

Mit diesem dezenten Gerät machen wir uns auf den Straßen von Berlin einen Namen als Hinterwäldlerixe. (Vergleiche auch Asterix und die Normannen)

 

APR
01
Kartoffelpürre:

Noch kein W-Lan, aber die Musik ist schon aus. Mit bebendem Leib, erwarte ich die Ankunft des Herrn.